Magento

Meet Magento #4 – der zweite Tag

Hier nun der Bericht über den zweiten Tag der Meet Magento in Leipzig. Einen Bericht über den ersten Tag findet Ihr hier.

Der zweite Tag

Der zweite Tag began deutlich ruhiger als der erste Tag. Ich denke mal, die Feier und die netten Gespräche am Vorabend in der Moritz-Bastei haben Ihren Tribut gefordert. Zur Eröffnung der Keynote waren nur geschätzte 25% des Vortages anwesend. Dies änderte sich zum Glück im Laufe des Tages. Beim Mittagessen war es wieder ähnlich voll wie am Vortag.

Eröffnet wurde der zweite Tag mit der Keynote von Michel Goossens. Er ist als neuer General Manager von Magento für den Aufbau der Geschäfte für EMEA (Europe, Middle East and Africa) zuständig. Als einziger Mitarbeiter wird er in Belgien beginnen, von dort aus sollen die Magento-Community und Partner betreut werden. Er bezeichnete den deutschen Markt als wichtigste Region in Europa. Ich bin gespannt, was sich hier ergeben wird. Eine Pressemitteilung hierzu findet Ihr hier.

Da die Themen Payment und Magento-Theming für mich nichts neues waren, habe ich mir als zweiten Vortrag E-Commerce & Abmahnungen von Rolf Albrecht (Kanzlei volke2.0) angehört. Da ich selber 10 Jahre lang Onlineshops betrieben habe, kenne ich diese Thematik leider nur zu gut. Rolf Albrecht führte die fünf häufigsten Abmahngründe auf und zeigte den Zuschauern, wie man auf eine Abmahnung reagieren kann. Da man als Shopbetreiber auch immer ein wenig Jura-Background haben sollte, ist es nicht verkehrt, sich auch immer mit aktuellen Rechtssprechungen auf dem Laufenden zu halten.

Das Highlight des Tages war definitiv der Vortrag High Performance Magento – The next Level von Martin Rothenberger (DailyDeal.de). Dieser gab bereits auf der Meet Magento #3 einen Vortrag zur Performance Optimierung. Zum Einstieg sprach er über DailyDeal und deren Entwicklung in den letzten 10 Monaten. Gestartet sind sie mit einem Server und 1,8 Requests pro Sekunde, heute verarbeiten sie bis zu 8 Bestellungen/Sekunde und Page Request/Monat im 9-stelligen Bereich. Martin Rothenberger ging dabei auf die verschiedenen Wege der Performance-Optimierung ein. Als wichtigste Erkenntnis kann man hier festhalten: cachen, cachen, cachen. Magento wird im Prinzip nur noch bei der direkten Verarbeitung der Bestellungen genutzt, der Großteil der Seitenabfragen wird vorher schon von Caches wie Varnish verarbeitet. Interessant ist aber auch, das DailyDeail durchaus überlegt, Magento den Rücken zu kehren und durch eine Eigenentwicklung zu ersetzen. Der Vortrag war wirklich sehr fundiert und ich kann nur empfehlen, sich das Video anzuschauen, wenn es später zur Verfügung gestellt wird. Seine Präsentation findet Ihr auf Prezi.

Nach dem (sehr leckeren) Mittagessen hielt dann Andreas von Studnitz einen Vortrag über Multinationale Shops. Dabei erklärte er den Aufbau von Magento in Bezug auf Website, Store und Storeview und wie man diese entsprechend konfiguriert, damit z.B. verschiedenen Preise in verscheidenen Ländern angezeigt werden. Dabei bezog sich der Vortrag leider nur auf die Konfiguration von Magento, aus Entwicklersicht wurde nicht darauf eingegangen, wie z.B. Magento installiert werden, damit anhand internationaler Domains nur auf eine Installation verwiesen werden kann. Wie man soetwas technisch umsetzt, wird im Wiki auf Magento Commerce erläutert.

Als letzten Vortrag des Tages habe ich mir dann Performance und Hochverfügbarkeit – (k)ein Widerspruch? von Marc Korthaus (SysEleven GmbH) angeschaut. Dieser Vortrag war von technischer Natur und zielte eher auf die Server-Administratoren. Aber auch hier zeigt sich, dass man mit relativ einfachen Mitteln die Performance seiner Magento-Installation hervorragend optimieren kann. Das Magento als moderne Software nicht bei einem Billig-Hoster mit 200 anderen Domains gehostet werden sollte, scheint sich ja immer noch nicht so ganz herumgesprochen zu haben. Hier die Präsentation bei Slideshare.

Barcamps

Zu den Barcamps kann ich leider wenig sagen. Scheinbar hätte ich doch mal öfters reinschauen sollen, denn wie ich bei den Webguys lesen konnte, wurden dort gerade für Entwickler sehr interessante Themen besprochen.

Fazit des zweiten Tages

Der zweite Tag begann etwas ruhiger, viele Teilnehmer wollten wohl noch ausschlafen. Die für mich interessanten Vorträge beschäftigen sich vor allem mit der Anbindung an externe Systeme und der Performance von Magento. Wie schon gestern geschrieben, rücken die einfachen, entwicklerbezogenen Themen für mich in den Hintergrund. Dafür ist es schön, alte Kontakte zu pflegen und neue Kontakte aufzubauen. So gesehen freue ich mich schon auf die Meet Magento #5.

Weitere Rückblicke

Webguys: Meet Magento 4.10 Tag 2

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2 Antworten zu “Meet Magento #4 – der zweite Tag”

  1. Andreas von Studnitz 7. November 2010 at 20:40 #

    Auf Nachfrage hätte ich auch gern etwas zur Installation erzählen können :-)
    Kam leider nicht…

    Gruß,
    Andreas

Trackbacks/Pingbacks

  1. Meet Magento #4 – der erste Tag | magelounge - 23. Februar 2011

    [...] Und wie war der zweite Tag? [...]

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